Portrait

Der Schwerpunkt meiner musikwissenschaftlichen Tätigkeit liegt im Bereich der Musikanalyse, -ästhetik und -philosophie sowie der Skizzenforschung. Dabei ist mir Methodenvielfalt ein grosses Anliegen.

Zur Zeit der Dissertation (um 1997) stand zunächst vor allem die Auseinandersetzung mit den Werken Max Regers im Vordergrund, dessen späte Instrumentalmusik zuvor noch kaum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung gewesen war. Kurze Zeit später kam dazu die Musik der Wiener Schule ("Zwölftonmusik und Tonalität", 2004).

Seitdem steht vor allem die Neue Musik im Zentrum meiner musikanalytischen Forschungen: Nach einem Symposium über Friedrich Cerha, das in eine Buchpublikation mündete, beschäftigte ich mich eingehend mit der französischen Musik des 20. Jahrhunderts. 2006-09 entstand das erste Buch über Gérard Grisey in deutscher Sprache. In dieser Publikation habe ich versucht, historische, ästhetische und analytische Beobachtungen zu einer übergreifenden Darstellung zu verbinden. In diese Zeit fallen auch Publikationen zu Debussy, Ravel, Murail und der französischen Musikphilosophie und -ästhetik.

Seit dem Symposium "Klangperspektiven" (2009) beschäftige ich mich auch mit Dimensionen des Klanges und der Klangfarbe. In der Auseinandersetzung mit diesem in der Musikanalyse lange Zeit vernachlässigten Bereich hoffe ich, wichtige Fragestellungen aus einer anderen, neuen Perspektive erörtern zu können.