An Baches Rand für zwei Sopransaxophone

Im November 1829 schrieb Goethe, nachdem er einem Streichquartettkonzert beigewohnt hatte, an Zelter: „Dieser Art Exhibitionen waren mir von jeher von der Instrumental-Musik das Verständlichste: Man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten, glaubt ihren Discursen etwas abzugewinnen und die Eigenthümlichkeiten der Instrumente kennen zu lernen.“ Kammermusik als Diskurs, an Hand dessen man die Eigentümlichkeiten der Instrumente kennenlernt: An Baches Rand nimmt dieses Diktum Goethes wörtlich. Ergebnis ist eine musiktheatralische Miniatur, die die Frage aufwirft: Ist es tatsächlich möglich, dass sich Leute vernünftig untereinander unterhalten? (Falls nicht, können sie sich trösten, denn es ist ihnen immerhin möglich, zu unterhalten). - Die Einstudierung der Uraufführung am 4.12.2011 wurde mit Hilfe des Schauspielers Dominic Oley realisiert.

Entstehung: 2011
UA: 4.12.2011, Wien (Off-Theater)
Interpreten: Markus Holzer und Janez Ursej, Sopransaxophone

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