Heinz Rögl, in: www.musicaustria.at/index.php?q=musicaustria/neue-musik/stimme-und-klavier-lukas-haselboeck-und-kaori-nishii-mit-urauffuehrungen (Juni 2010):
"Die am gestrigen Abend aufgeführten Werke neuer Vokalmusik für Bass (bzw. tiefe Stimme) und Klavier, auch für Stimme allein oder Klavier allein (als „Programm-Musik“ die einen kurzen Prosatext oder Bildende Kunst illustriert) waren enorm eindrucksvoll, zum Teil sehr gut. [...] „Anja Utler, geboren 1973, die als Slavistin und Stimmpädagogin die Tücken und Freuden der physischen Artikulation kennt, situiert ihre Gedichte in einer Sprache, die Kehle und Landschaft als „stimmschlund“ ununterscheidbar werden läßt.“ Schreibt etwa die FAZ über die Autorin; wir können das auch für Haselböcks Vortragskunst behaupten. [...] Stimmlich virtuos und ungemein vielschichtig interpretierte, sprach und sang Lukas Haselböck als weitere Uraufführung eine eigene Komposition: „vor dem verschwinden“, ein siebenteiliger Zyklus für Bassstimme solo nach Texten von Andrea Heuser, die 1972, also im selben Jahr wie er selbst geboren wurde. Nach dem guten Amann-Stück ein weiterer Höhepunkt des Abends."