Lehre

Seit 2001
SE „Musikalische Strukturanalyse 2“ (Formen und Strukturen in der Musik, insgesamt 4 Wochenstunden).

Musikalische Strukturanalyse 2, Formen und Strukturen in der Musik: Zunächst stehen ein Überblick über die Entwicklung der musikalischen Formen und eine Einführung in wichtige musikanalytische Termini (z.B. Satz und Periode) im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Darüber hinaus sollen die folgenden Themenschwerpunkte ansatzweise erarbeitet werden: Analyse von mittelalterlicher und Renaissance-Musik (Gregorianik, isorhythmische Motette, etc.), Begriffe der Figurenlehre und Aufbau der Klangrede nach Mattheson, Musikalische Hermeneutik, Musik des 20. Jahrhunderts (Zwölftonmusik, Serielle Musik, Harmonik im 20. Jhdt., etc.). Die Lehrveranstaltung versteht sich als Vertiefung des musikanalytischen Basiswissens und als Hinführung zu komplexeren Prozessen der verbalen Vermittlung von Musik.

2003-04 (WS)
Zusätzlich zum SE „Musikalische Strukturanalyse 2“: SE „Musikalische Strukturanalyse 3“ (Analytische Übungen zur Musik des 20. Jahrhunderts).

Musikalische Strukturanalyse 3, Analytische Übungen zur Musik des 20. Jahrhunderts: An Hand der folgenden Werke soll ein analytischer Zugang zu Musik des 20. Jahrhunderts erarbeitet werden: Skrjabin, Klaviersonate Nr. 7 op. 64 (1911–12); Debussy, La Mer (1903); Strawinsky, Le Sacre de Printemps (1911–13); Schönberg, Pierrot Lunaire op. 21 (1912); Berg, Wozzeck (1914–21); Ravel, Konzert für Klavier und Orchester G-Dur (1929–31); Bartók, Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta (1936); Harmonik im 20. Jahrhundert : Hindemith, Messiaen; Webern, Zweite Kantate op. 31 (1943); Berg, Violinkonzert (1935); Messiaen, Mode des valeurs et d’intensités (1949); Boulez, Structures Ia (1952); Ligeti, Atmosphéres (1961); Ligeti, Lux aeterna (1966); Ligeti, Etude Nr. 1; Cerha, 2. Streichquartett (1989–90); Furrer, voicelessness – the snow has no voice (1986).

2003-04 (SS)
Zusätzlich zum SE „Musikalische Strukturanalyse 2“: SE „Musikalische Strukturanalyse 3“ (Romantik in der Musik).

Musikalische Strukturanalyse 3, Romantik in der Musik: Die Frage, was Romantik in der Musik eigentlich sei, ist häufig einigen Missverständnissen ausgesetzt. Zugleich geht sie über die prinzipielle Problematik von Epochenbezeichnungen – reicht die Romantik tatsächlich von Weber (geboren 1786) bis zur „Spätromantik“ eines Richard Strauss (gestorben 1949)? – hinaus: Romantik wird nicht selten als irrational, anti-intellektuell interpretiert. Ist dies tatsächlich der Fall? – Ausgehend vom Ansatzpunkt E.T.A. Hoffmanns (die Musik ist die „romantischste der Künste“, die Instrumentalmusik die „wahre Musik“) soll diese Frage an Hand der Wirkungsgeschichte der musikalischen Romantiker Mendelssohn, Schumann, Chopin und Liszt und an Hand konkreter Analysen ihrer Werke erörtert werden.

2004-05 (WS)
VO+KO „Form- und Strukturanalyse“, neuer Studienplan (Formen und Strukturen in der Musik); SE „Musikalische Strukturanalyse 1“, neuer Studienplan (Die Symphonien Anton Bruckners in der Deutung Ernst Kurths).

Formen- und Strukturanalyse, Formen und Strukturen in der Musik: An Hand von ausgewählten Kompositionen aus den unterschiedlichsten Epochen, Stilrichtungen und Gattungen soll die Bedeutung der musikalischen Analyse für unser Verständnis von Musik demonstriert werden. Wichtige Diskussionspunkte sind in diesem Kontext das historische Umfeld, biographische Daten und Fakten zur Entstehungsgeschichte, analytische Einblicke von den Skizzen bis hin zur Partitur, Methoden der Analyse sowie nicht zuletzt auch die Rezeption des Werkes. Folgende Werke stehen im Mittelpunkt: Mozart, Streichquintett C-Dur; Bach, Johannes-Passion; Schütz, Ausgewählte Werke; Gregorianischer Choral; Mozart, Requiem; Beethoven, Fidelio; Schumann, Dichterliebe; Chopin, Préludes; Liszt, Klaviersonate h-Moll; Mahler, 2. Symphonie; Zwölftonmusik, Ausgewählte Werke; Neue Musik nach 1945, Ausgewählte Werke.

Musikalische Strukturanalyse 1, Die Symphonien Anton Bruckners in der Deutung Ernst Kurths: Die Bedeutung der Bruckner-Analysen Ernst Kurths ergibt sich unmittelbar aus ihrer kritschen Haltung gegenüber der überlieferten Formenlehre Marxscher Prägung: Mit einem sogenannten „Grundplan“ könne man nur auf Formalismus hinaus laufen, vielmehr müsse man die Kraftlinien und ihre Entwicklungszüge selbst erfassen. Was man als Form bezeichnet habe, sei in Wirklichkeit Übergang von Kraft in Form. Form sei nicht das, wovon der Strom des Schaffens ausgehe, sondern worin er münde. Form sei daher ein Spannungsbegriff, dessen Grundlage das formgestaltende Leben selbst darstellen solle. Die Aktualität dieser Theorie soll im Seimnar an Hand von Bruckners IV. und IX. Symphonie diskutiert werden.

2005-06 (WS) VO+KO
„Form- und Strukturanalyse“ (Einführung in die Musik Debussys); SE „Analyse 5 für Tonmeister“ (Von Schubert bis Mahler).

Form- und Strukturanalyse, Einführung in die Musik Debussys: Ausgehend von Debussys grundsätzlich kritischer Haltung den überlieferten Formen gegenüber soll die Problematik musikalischer Formanalyse diskutiert werden. Nach einer kurzen Einführung in Debussys Biographie stehen eine umfassende Analyse seiner Oper Pelléas und Melisande (inkl. eines Vergleichs des Vorspiels mit dem Vorspiel zu Wagners Tristan und Isolde, einer Erörterung des Theaterstücks von Maurice Maeterlinck und einer Diskussion des Begriffs „Symbolismus“), sowie Analysen von La Mer und ausgewählter Préludes im Mittelpunkt der Vorlesung. Der Begriff „Impressionismus“ wird im Zusammenhang mit der Bildenden Kunst, aber auch in seinem musikalischen Eigenwert erörtert. Kurze analytische Exkurse durch die Musikgeschichte dienen zur Präzisierung der Neuartigkeit von Debussys Ansätzen.

2005-06 (SS)
VO+KO „Form- und Strukturanalyse“ (Wolfgang Amadeus Mozart); SE „Analyse 6 für Tonmeister“ (Musik des 20. Jahrhunderts).

Form- und Strukturanalyse, Wolfgang Amadeus Mozart: Das Schaffen Mozarts soll in diesem Semester aus unterschiedlichsten Blickwinkeln form- und strukturanalytisch beleuchtet werden. Dabei stehen Beispiele aus möglichst allen Gattungen im Zentrum der Betrachtung: Oper (Zauberflöte), Kirchenmusik (Requiem), Kammermusik (Streichquintett C-Dur KV 515), Symphonie („Jupiter-Symphonie“ C-Dur KV 551), Klavierkonzert B-Dur KV 450, Klaviersonate D-Dur KV 284 und einige Beispiele für die kompositorische Mozart-Rezeption im 20. Jahrhundert (Reger, Busoni, Strauss, Czernowin).

2006-07 (WS)
wegen eines Autounfalls im Krankenstand.

2006-07 (SS)
VO+KO „Form- und Strukturanalyse“ (Robert Schumann); SE „Analyse 6 für Tonmeister“ (Musik des 20. Jahrhunderts).

Form- und Strukturanalyse, Robert Schumann: Im Zentrum dieses Semesters steht das Schaffen Robert Schumanns, seine Stellung innerhalb seiner Zeit und die Beziehung seines Schaffens zur Tradition der Wiener Klassik. Dies wurde an Hand von folgenden Beispielen erläutert: Variation: Abegg-Variationen op. 1, Carnaval op. 9; Lied: Mondnacht und Wehmut aus op. 39; Sonatenhauptsatzform, Liedform, Scherzoform, Rondoform: Sonate fis-Moll op. 11, 1. Symphonie B-Dur op. 38 (Vergleiche mit Beethoven); Klavierkonzert a-Moll op. 54, 1. Satz; 3. Symphonie, „Die Rheinische“ op. 97, 4. Satz; Kirchenmusik: Requiem op. 148; Oper: Genoveva, op. 81.

2007-08 (WS)
VO+KO „Form- und Strukturanalyse“ (Freie Atonalität 1907 - 1920); SE „Musikanalyse 1“ (Methoden der Musikanalyse); SE „Analyse 5 für Tonmeister“ (Von Schubert bis Bruckner).

Form- und Strukturanalyse, Freie Atonalität 1907 – 1920: In dieser Vorlesung soll die Vielfalt der Formen und Strukturen in den Werken Schönbergs, Bergs und Weberns zwischen ca. 1907 und 1920 beleuchtet werden. Da diese Vielfalt insbesondere im Spannungsfeld zwischen neuen, innovativen Formexperimenten und einem starken Bezug zur traditionellen Formenwelt spürbar wird, steht die Wandlung traditioneller Formen zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. In diesem Kontext werden im Laufe des Semesters die unterschiedlichsten Möglichkeiten und Wege besprochen, Musik zu hören, zu analysieren und zu diskutieren.

SE „Musikanalyse 1“, Methoden der Musikanalyse: Ausgewählte Werke der Musikgeschichte wie z.B. Schumanns Kinderszenen, Weberns Dies ist ein Lied für dich allein op. 3/1 oder Mozarts Streichquintett C-Dur KV 515 werden mit Hilfe unterschiedlicher Methoden (z.B. Erwin Ratz, Formenlehre; Heinrich Schenker: Schichtenlehre; Ernst Kurth: Lehre von der Energetik; Rudolf Réti: Lehre von der motivischen Einheit; Allen Forte: pitch class analysis; Kofi Agawu: Musikalische Semiotik) analysiert. Die Ergebnisse der Analysen werden in gemeinsamen Diskussionen in ihrem Für und Wider gegeneinander abgewogen.

LV an der KUG Graz im WS 2007-08 (Gastprofessur für Musiktheorie): Zentrales künstlerisches Fach Musiktheorie, Geschichte der Musiktheorie 1 (Antike bis 17. Jahrhundert), Diplomanden- und Dissertantenseminar

2007-08 (SS)
VO+KO „Form- und Strukturanalyse“ (Oper im 17. und 18. Jahrhundert); SE „Musik der Gegenwart“ (Musik in Frankreich 1970–2000); SE „Analyse 6 für Tonmeister“ (Musik des 20. Jahrhunderts).

Form- und Strukturanalyse, Oper im 17. und 18. Jahrhundert: In diesem Semester stehen Entwicklungen im Vorfeld der Oper (Trionfo, Sacra Rappresentazione, Madrigalkomödie, Intermedien), Werke der frühen Oper (Peri, Monteverdi) und der weiteren Entwicklung (Lully, Purcell, Scarlatti) bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts (Händel) im Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei werden die besonderen Anforderungen der Musikanalyse in Konfrontation mit musiktheatralischen Werken und die Herausbildung neuer Formen und Ausdrucksmöglichkeiten im Bereich des Musiktheaters diskutiert.

SE „Musik der Gegenwart“, Musik in Frankreich 1970–2000: Durch Analysieren und Hören von Musik, die Lektüre wichtiger Grundsatztexte, die Präsentation von Analyseergebnissen im Rahmen von Referaten und nicht zuletzt im intensiven Gespräch wird die Entwicklung der französischen Musik von Messiaen, dem wesentlichen Impulsgeber und großen Komponisten/Pädagogen über Boulez, eine der Leitfiguren und Innovatoren der Neuen Musik bis hin zu aktuellen Trends der musique spectrale bei Gérard Grisey und Tristan Murail ausführlich diskutiert.

2008-09 (WS)
VO+KO „Form- und Strukturanalyse" (Einführung in Grundbegriffe der Formanalyse); SE „Musikanalyse 1“ (Solokonzert von Vivaldi bis Mozart); SE „Analyse 5 für Tonmeister“ (Musik des 20. Jahrhunderts, 1. Teil: 1900-1945).

VO+KO „Form- und Strukturanalyse", Einführung in Grundbegriffe der Formanalyse: Ziel dieser Vorlesung (inkl. Konversatorium, also mit Dialogcharakter) soll es sein, die Vielfalt der Formen und Strukturen in der Musik an Hand von Grundbegriffen zu beleuchten. In diesem Kontext sollen im Laufe des Semesters die unterschiedlichsten Möglichkeiten und Wege diskutiert werden, Musik zu hören, zu analysieren und zu diskutieren.

SE „Musikanalyse 1“, Solokonzert von Vivaldi bis Mozart: Zwischen 1700 und 1800 erlebte die Konzertform vielfältige Wandlungen. Einen wichtigen Anstoß zu dieser Entwicklung gab Antonio Vivaldi, der Johann Sebastian Bach und den jungen Joseph Haydn erheblich beeinflusste. In der zweiten Jahrhunderthälfte war es schließlich vor allem die Interaktion zwischen Formmodellen der Sonatenhauptsatzform und der alten Konzertform, die zu spannenden und vielfältigen Formexperimenten führte. All dies soll im Rahmen von Referaten und Diskussionen thematisiert werden.

SE „Analyse 5 für Tonmeister“, Musik des 20. Jahrhunderts, 1. Teil: 1900-1945: Ausgewählte Werke der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Debussy, Ravel, Bartók, Strawinsky, Schönberg, Berg, Webern) sollen diskutiert und analysiert werden, mit einem besonderen Fokus nicht nur auf das Lesen von Partituren, sondern auch auf das Hörerlebnis.

2008-09 (SS)
VO+KO „Form- und Strukturanalyse“ (Einführung in Grundbegriffe der Formanalyse); SE „Musik der Gegenwart“ (Klangperspektiven); SE „Analyse 6 für Tonmeister“ (Musik des 20. Jahrhunderts, 2. Teil: 1945-2000).

SE „Musik der Gegenwart“, Klangperspektiven: Vom 7.-9. Mai findet an unserer Universität und am Institut Francais eine Veranstaltung statt, an der Komponisten und Musikologen aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und den USA teilnehmen. Das Thema ist für die zeitgenössische Musik ein höchst aktuelles: Was bedeuten die Begriffe "Klang" und "Klangfarbe" ("Timbre") für das Komponieren heute? Am 9. und 16. März gibt es dazu eine Vorbesprechung und Einführung, die restlichen LV-Termine finden geblockt zwischen 7. und 9. Mai statt (n.V.).

SE „Analyse 5 für Tonmeister“, Musik des 20. Jahrhunderts, 2. Teil: 1945-2000: Ausgewählte Werke der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Messiaen, Boulez, Stockhausen, Nono, Grisey, Feldman, Cerha) sollen im Unterricht diskutiert und analysiert werden, mit einem besonderen Fokus nicht nur auf das Lesen von Partituren, sondern auch auf das Hörerlebnis.

2009-10 (WS)
VO+KO „Form- und Strukturanalyse" (Einführung in Grundbegriffe der Formanalyse); SE „Musikanalyse 1“ (Analyse und Interpretation: Musik der Wiener Schule); SE „Analyse 5 für Tonmeister“ (Musik des 20. Jahrhunderts, 1. Teil: 1900-1945).

SE „Musikanalyse 1“, Analyse und Interpretation: Musik der Wiener Schule: Ausgehend von Adornos Bemerkungen zu Analyse und Interpretation in "Der getreue Korrepetitor" sollen einige Werke der Wiener Schule näher betrachtet werden: Weberns Lieder op. 3, Bergs Violinkonzert und Schönbergs Phantasie für Geige mit Klavierbegleitung op. 47.